Festbankett 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Tiefenbronn
Autor: Martin Stehle 13.04.2013
Feuerwehr Tiefenbronn feiert 75-jähriges Jubiläum mit einem Festakt

Es ist das Jahr 1937. In Deutschland laufen die Kriegsvorbereitungen. In der Gemeinde Tiefenbronn kommt die Anordnung an, eine Freiwillige Feuerwehr aufzustellen, nachdem der Brandschutz bereits lange zuvor eher ungeordnet aktiv war. Der damalige Bürgermeister Josef Eberle findet bei den ortsansässigen Handwerkern schnell Unterstützung. Am 20. Januar 1938 wird Zimmerermeister Adolf Pfeffinger als erster Kommandant der damaligen „Feuerlöschpolizei Tiefenbronn“ eingesetzt.


Seit der Gründung sind mittlerweile 75 Jahre vergangen. Zu diesem Anlass hatte die Freiwillige Feuerwehr Abteilung Tiefenbronn am Samstagabend in die örtliche Gemmingenhalle eingeladen, um das Jubiläum bei Musik, Spaß, Erinnerungen und vielen netten Worten zu begehen.

Weichen für die Zukunft gestellt

Der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Enzkreis, Martin Rühle, lobte vor allem die gute Jugendarbeit der Tiefenbronner. „Mit einer guten Ausbildung und Ausstattung hat man in Tiefenbronn eine attraktive und auch aktive Jugendfeuerwehr. Die Weichen für die Zukunft sind gestellt“, sagte er. Nicht umsonst sei die Tiefenbronner Jugendfeuerwehr bei Wettbewerben im Enzkreis immer vorne mit dabei.

Gesamtkommandant Marcel Regelmann blickte bei seiner Rede in die Zukunft und wies dabei auf die gewachsene Erwartungshaltung an die Feuerwehr hin. „Früher hat man die Feuerwehr gerufen, wenn es brannte. Mittlerweile werden wir als Dienstleister angesehen“, so Regelmann. Egal ob eine Katze vom Baum geholt werden müsse, ein Unfall passiert sei oder irgendwo Öl auslaufe: Die Feuerwehr sei zur Stelle. So sei der Aufwand für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute enorm gestiegen. Durch vermehrte Übungen, Sonderübungen für Atemschutz und Führungskräfte, Fortbildungen oder Heißausbildungen im Brandcontainer komme man regelmäßig auf mehr als 40 Feuerwehrdienste im Jahr. Hier müsse man sich vor allem auch bei den Partnern bedanken, die dabei auch oft zu kurz kommen würden.

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum nannte das Ehrenamt als eine Sache, die in Deutschland sehr gut funktioniere. Dabei leiste gerade die Feuerwehr Großes, indem sie Tag und Nacht für die Sicherheit der Bürger aktiv ist.

Neben den Vertretern der örtlichen Vereine bedankten sich auch die Kommandanten der Abteilungen Mühlhausen und Lehningen mit einem kleinen Geschenk für die gute Zusammenarbeit, die sich nicht zuletzt in den Einsätzen widerspiegele.

Eine große Ehre wurde Michael Schoch an diesem Abend zuteil. Martin Rühle und Kreisbrandmeister Christian Spielvogel überreichten dem Hauptkommandanten für seinen langjährigen Einsatz die Silberne Ehrenmedaille des Landesverbands der Feuerwehr Baden-Württemberg.

Die Festivitäten zum 75-jährigen Jubiläum werden bei einem Festwochenende im Juni noch einmal einen weiteren Höhepunkt erreichen.

Stavros Georgiou

(Quelle: Pforzheimer Zeitung, 15.04.2013)

 

Zurück